Dienstag, August 29, 2006

Tribute to Mr. Heger

Mr. Heger and me two years ago...
NGLISH VERSION (Deutsche Ausgabe: siehe unten)
Two years ago 5 classmates and I participate in a project called “72 hours without compromises”. Our assignment was to do social work for 3 days, without knowing what to expect…so we blundered into the care and retirement home called St. Katharina administrated by nuns. We were asked to decorate the retirement home for the open day.
First it was a bit strange because we didn’t know how to deal with the old people.
But after the 72 hours we didn’t want to leave them. All of them were so nice: we took the old people to our hearts, had loads of fun with the nurses and nuns and the fact that we were accommodated in an abbey wasn’t stuffy anymore for us because the nuns were rather easy-going…ha-ha!

I had a very special relationship to a man who was called Mr. Heger. He was about 70 years old and sufered a stroke years ago. Since then one half of his body has been paralyzed. Therefore he could hardly speak but he could express all his feelings by only smiling and saying “Yes” in different ways. But if you listened very carefully and for a long time he could even speak some words of sentences. I was in some way attracted to him. I did all the handicraft work together with him and it was a wonderful feeling to see that he enjoyed it a lot.
A few times I visited him together with some friends and every time he was all smiles when we surprised him even when he felt physically bad.

Today I got a message from Barbara (she is a nurse in the retirement home and a good friend of mine and also of Mr. Heger) she tried to call me when I was in England, she wanted to tell me that Mr. Heger had died on the 10th of August so I had no chance to go to the funeral.

I hadn’t seen Mr. Heger since Easter and so I addressed reproaches to myself because I didn’t visited him the last few months. I didn’t reckon with this early death but I should have done it. It is hard to take leave of him in that way and to accept a “forever”.
He was a very special friend and I’ll never forget him.


DEUTSCHE VERSION (English Version: above)
Vor zwei Jahren nahmen 5 Klassenkameraden und ich an einem Projekt namens „72 Stunden ohne Kompromisse“ teil. Unsere Aufgabe war es 3 Tage lang Sozialarbeit zu machen, ohne vorher zu wissen, wohin wir zugeteilt werden würden…so landeten wir im Alten- und Pflegeheim der Barmherzigen Schwestern St. Katharina in Wien.
Wir sollten mit den Heimbewohnern das Heim für den Tag der Offenen Tür zu dekorieren. Anfangs war es noch etwas seltsam für uns, wir wusste einfach nicht wie wir mit dem alten Leuten umgehen sollten.
Nach den 72 Stunden wollten wir uns gar nicht mehr von den Heimbewohnern und Pflegern trennen, die alten Leute hatten unser Herz im Sturm erobert, mit den Pflegern und Schwestern hatten wir Spaß und die Tatsache, dass wir in einer Ordensgemeinschaft untergebracht waren, fanden wir gar nicht mehr so bieder, die Klosterschwestern waren ziemlich lässig…haha.

Besonders gut verstand ich mich mit einem Herrn namens Ing. Heger. Er war um die 70 Jahre alt, hatte vor Jahren einen Schlaganfall erlitten und war seither halbseitig gelähmt; dadurch konnte er auch kaum sprechen, doch schaffte er es allein mit seinem Lächeln und seiner Art „Ja“ zu sagen all seine Gefühle ausdrücken. Man musste ihm bloß deutlich zuhören, ihm die Zeit geben, die er brauchte, um ein paar Wörter, manchmal sogar einen ganzen Satz, von ihm zu hören zu bekommen. Ich fühlte mich in irgendeiner Weise zu ihm verbunden, bastelte mit ihm die meiste Zeit zusammen und freute mich darüber zu sehen wie viel Spaß es ihm machte.
Einige Male hatte ich ihn mit Freunden besucht, jedes Mal strahlte er über das ganze Gesicht, als wir kamen, sogar wenn es ihm körperlich schlecht ging.

Heute hatte ich meine Mobilbox abgehört, Barbara (meine liebste Stationsschwester aus dem Heim und Hr. Hegers gute Freundin) hatte mich angerufen. Herr Heger war verstorben. Am 10.8., als ich in England war, somit hatte ich auch nicht die Möglichkeit auf seine Beerdigung zu gehen.

Ich hatte Herrn Heger schon seit Ostern nicht mehr gesehen und mache mir Vorwürfe, warum ich ihn in den letzten Monaten nicht noch einmal besucht hatte. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass er so bald sterben würde, hätte es jedoch tun sollen. Es ist schwer so von ihm Abschied zu nehmen, es ist schwer ein „für immer“ zu akzeptieren.
Er war zu einem ganz besonderen Freund geworden, den ich nie vergessen werde.